Hilferuf der Helfer in Berlin

25 09 2008

60.000 Teilnehmer waren angemeldet, mehr als 120.000 kamen nach Berlin und bewegten sich von drei Sammelpunkten aus bis zum Brandenburger Tor. Auf der bisher größten Kundgebung im bundesdeutschen Gesundheitssektor machten Klinikangestellte aller Berufsgruppen ihrem Unmut und ihrer Sorge zur Situation der Krankenhäuser Luft.

Mit dem Ruf „Der Deckel muss weg“ kritisierten die Teilnehmer die Begrenzung der Ausgaben für Behandlungsfälle und verlangten nach mehr Mitteln als die 3 Milliarden Euro, die die Bundesgesundheitsministerin in letzter Minute in Aussicht gestellt hatte. In seltener Einmütigkeit äußerten sich führende Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und betroffener Kommunen. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters, nannte die angekündigten Zuschüsse eine „Mogelpackung“. Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di, kritisierte den seit Jahren anhaltenden Stellenabbau in den Krankenhäusern und führte Beispiele daraus resultierender unhaltbarer Zustände an. Die Bundesländer kritisierte er wegen ausbleibender Investionen in die Kliniken.


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Barack Obama fordert gemeinsames Handeln ein

24 07 2008

Barack Obama sprach in Berlin vor 200.000 Zuhörern und erläuterte insbesondere seine Gedanken zu einer neuen Aussenpolitik mit einem partnerschaftlichen Umgang. Dabei sprach er nicht nur die Unstimmigkeiten zwischen den USA und Europa an, sondern bezog alle Länder mit ein. Er forderte auf, alle Mauern einzureissen, die einer gemeinsamen Lösung drängender Probleme entgegenstünden. Er nannte u.a. die Klimafragen, Kriege und Terrorgefahren. Dabei forderte er auch direkt ein stärkeres Engagement der Europäer, wo die USA zur Zeit noch die Hauptlast trügen.


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Die komplette Rede als Video mit Redetext ist auf der Internetseite von Barack Obama abrufbar:
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G8-Gipfel: 10.000 Wünsche nach Hokkaido

3 07 2008

Ein Wind weht durch die Bambusbäumchen, Zettel flattern, Menschen lesen Wünsche für eine gerechtere Welt: ein Hauch Japan liegt in der Luft, als der Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) vor dem Kanzleramt in Berlin die Tradition des Tanabata in Anspruch nimmt, um auf die uneingelösten Versprechen der G8 Staaten aufmerksam zu machen. Nur noch bis 2010 ist Zeit, das Ziel einer Verdoppelung der Afrikahilfe zu realisieren. Die VENRO-Vorsitzende Claudia Warning: „Wir erwarten daher von den G8 konkrete Aussagen, wie sie 2010 ihr Soll erfüllen.

Die Wünsche von 10.000 Bürgern, die in den letzten Wochen von verschiedenen deutschen Hilfsorganisationen unter dem Motto „Wünsch dir was von den G8″ und mit Unterstützung von Herbert Grönemeyer gesammelt wurden, sollen Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Reise nach Japan zum G8 Gipfel begleiten.


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BUND fordert: Entwicklung sparsamer Autos anschieben

3 07 2008

Mit der vorgeblichen Unterstützung von Bundeskanzlerin Merkel hat der BUND heute gegen die geplante verzögerte Einführung höherer CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab 2015 statt ab 2012 protestiert. In einer europaweiten Kampagne macht der BUND gemeinsam mit Friends of the Earth auf die drohende Verfehlung der Erreichung der EU-Klimaziele aufmerksam. Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND erläuterte für Panoramanews den Hintergrund.


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30. Christopher Street Day in Berlin

28 06 2008

Rund 450.000 Teilnehmer kamen trotz Regens zum 30. Christopher-Street-Day nach Berlin und feierten in ausgefallenen Kostümen als Einzelkünstler, in Gruppen, als Besatzung eines der 49 Wagen oder einfach nur so an der Strecke. Das Motto in diesem Jahr lautete „Hass du was dagegen? – Einfach Liebe“. Der Umzug startete diesmal Unter den Linden und führte über den Potsdamer Platz bis zur Siegessäule. Mit der dortigen Abschlusskundgebung war natürlich auch wieder eine ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein verbunden.


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Milchbauern süß-sauer: Zufriedener Protest in Berlin

5 06 2008

Nach Veranstalterangaben sind heute etwa 7.000 Teilnehmer am Brandenburger Tor zusammengekommen, um den Protesten der Milchbauern Nachdruck zu verleihen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter bedankte sich für die große öffentliche Anteilnahme bei den voraufgegangenen Protesten und äußerte heftige Kritik an den eigenen Interessenvertretern, die eher die Interessen der Molkereibetriebe als die der Bauern wahrgenommen hätten. Den heute verkündeten Zugeständnissen der großen Handelsketten für einen höheren Milchpreis waren zahlreiche Proteste und Blockaden von Molkereien vorausgegangen.


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Der Dalai Lama in Berlin

19 05 2008

Der Dalai Lama sprach heute zum Abschluss seines Gastbesuchs in Berlin am Brandenburger Tor vor ca. 23.000 Menschen über den Tibetkonflikt und verwies auf den Dialog als einzig gangbaren Weg zur Lösung von Konflikten. Erneut verneinte er alle Loslösungsabsichten Tibets von China, bestand aber auf der kulturellen Autonomie seines Volkes.

Anders als bei seinem letzten Deutschlandbesuch traf der Dalai Lama diesmal nicht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Dass Bundespräsident Horst Köhler und Aussenminister Frank-Walter Steinmeier den Dalai Lama nicht empfangen hatten, stieß vielerorts auf Kritik. Auf Bundesebene traf heute einzig Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter zusammen, was wiederum erboste Reaktionen der Chinesischen Botschaft auslöste. Zahlreiche weitere Politiker unterstützen den Dalai Lama aber auch bei dieser Visite. In Berlin sendete Klaus Wowereit eine Grußbotschaft und Fraktionsvertreter des Berliner Abgeordnetenhauses kamen zu der Veranstaltung. Prominente Kulturschaffende unterstützten die Veranstaltung durch Lesungen und Musik.

Am Rande der Veranstaltung hatten auch chinesische Demonstranten friedlich gegen den Dalai Lama protestiert.


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Gedenken zum Kriegsende am 08. Mai

8 05 2008

Heute gedachten zahlreiche Vertreter aus Politik und Kultur des Kriegsendes am 08. Mai 1945. Zur Kranzniederlegung vor dem sowjetischen Ehrenmal kamen neben den offiziellen Vertretern der ehemaligen Alliierten und Gegner auch viele Angehörige gefallener Soldaten. Das Ehrenmal dient als Gedenkstätte, Museum und Kriegsgräberstätte für 2500 der ca. 80.000 im Kampf um Berlin gefallenen sowjetischen Soldaten.


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Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in Berlin

13 04 2008

Nachdem die Deutsche Bahn den Wunschhalt am Berliner Hauptbahnhof nicht gestattet hatte, ist heute unter großer öffentlicher Anteilnahme die Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in Berlin am Ostbahnhof angekommen und eröffnet worden.
In den Ausstellungswaggons, die von einer Dampflok gezogen werden, zeigen Text-, Bild- und Videodokumente das Schicksal während der Nazidiktatur verschleppter Kinder und ihren Leidensweg, der zum größten Teil ein Weg mit der Deutschen Reichsbahn in den Tod war.

Bevor sich der „Zug der Erinnerung“ wieder auf seinen Weg nach Auschwitz macht, wo er am 08. Mai ankommen wird, sind in Berlin noch die Bahnhöfe Lichtenberg, Schöneweide, Westhafen und Grunewald als Stationen geplant.


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Mahnwache für den „Zug der Erinnerung“

12 04 2008

Anläßlich der für Sonntag erwarteten Ankunft der fahrenden Ausstellung „Zug der Erinnerung“ gedachten etwa 700 Menschen vor dem Brandenburger Tor der während der Nazidiktatur verschleppten und ermordeten 4646 Berliner Kinder. Überlebende, Vertreter der jüdischen Gemeinde, der Sinti und Roma, der Botschaft des Staates Israel und des Berliner Senats sprachen sich für einen offenen Umgang mit der Vergangenheit aus und dankten der bundesweiten Initiative „Zug der Erinnerung“ e.V. und den Berliner Organisatoren für ihr Engagement. Petra Pau (Die Linke), Vize-Bundestagspräsidentin, äußerte wie auch die anderen Redner Unverständnis für die mangelnde Unterstützung der Ausstellung durch die Deutsche Bahn als Rechtsnachfolger der Deutschen Reichsbahn, die die logistische Unterstützung für die millionenfache Verschleppung in die Vernichtungs- und Arbeitslager bereitgestellt hatte.

Zum Gedenken an die Verschleppung und aus Protest gegen die Haltung der Deutschen Bahn, die bis zuletzt eine Einfahrt der Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in den Berliner Hauptbahnhof untersagt hatte, begaben sich die Teilnehmer der Veranstaltung im Anschluß an die Kundgebung in einem Schweigemarsch zum Potsdamer Platz, Sitz der Konzernzentrale der Deutschen Bahn, wo sie 4646 Kerzen entzündeten.


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