Gedenken zum Kriegsende am 08. Mai

8 05 2008

Heute gedachten zahlreiche Vertreter aus Politik und Kultur des Kriegsendes am 08. Mai 1945. Zur Kranzniederlegung vor dem sowjetischen Ehrenmal kamen neben den offiziellen Vertretern der ehemaligen Alliierten und Gegner auch viele Angehörige gefallener Soldaten. Das Ehrenmal dient als Gedenkstätte, Museum und Kriegsgräberstätte für 2500 der ca. 80.000 im Kampf um Berlin gefallenen sowjetischen Soldaten.


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Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in Berlin

13 04 2008

Nachdem die Deutsche Bahn den Wunschhalt am Berliner Hauptbahnhof nicht gestattet hatte, ist heute unter großer öffentlicher Anteilnahme die Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in Berlin am Ostbahnhof angekommen und eröffnet worden.
In den Ausstellungswaggons, die von einer Dampflok gezogen werden, zeigen Text-, Bild- und Videodokumente das Schicksal während der Nazidiktatur verschleppter Kinder und ihren Leidensweg, der zum größten Teil ein Weg mit der Deutschen Reichsbahn in den Tod war.

Bevor sich der „Zug der Erinnerung“ wieder auf seinen Weg nach Auschwitz macht, wo er am 08. Mai ankommen wird, sind in Berlin noch die Bahnhöfe Lichtenberg, Schöneweide, Westhafen und Grunewald als Stationen geplant.


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Mahnwache für den „Zug der Erinnerung“

12 04 2008

Anläßlich der für Sonntag erwarteten Ankunft der fahrenden Ausstellung „Zug der Erinnerung“ gedachten etwa 700 Menschen vor dem Brandenburger Tor der während der Nazidiktatur verschleppten und ermordeten 4646 Berliner Kinder. Überlebende, Vertreter der jüdischen Gemeinde, der Sinti und Roma, der Botschaft des Staates Israel und des Berliner Senats sprachen sich für einen offenen Umgang mit der Vergangenheit aus und dankten der bundesweiten Initiative „Zug der Erinnerung“ e.V. und den Berliner Organisatoren für ihr Engagement. Petra Pau (Die Linke), Vize-Bundestagspräsidentin, äußerte wie auch die anderen Redner Unverständnis für die mangelnde Unterstützung der Ausstellung durch die Deutsche Bahn als Rechtsnachfolger der Deutschen Reichsbahn, die die logistische Unterstützung für die millionenfache Verschleppung in die Vernichtungs- und Arbeitslager bereitgestellt hatte.

Zum Gedenken an die Verschleppung und aus Protest gegen die Haltung der Deutschen Bahn, die bis zuletzt eine Einfahrt der Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in den Berliner Hauptbahnhof untersagt hatte, begaben sich die Teilnehmer der Veranstaltung im Anschluß an die Kundgebung in einem Schweigemarsch zum Potsdamer Platz, Sitz der Konzernzentrale der Deutschen Bahn, wo sie 4646 Kerzen entzündeten.


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